Neutraler Abstimmungs-Kompass
Schritt 1 · Acht Fragen zu deinen WertenSchritt 2 · Vergleich der Annahmensets
Acht Fragen, eine Tendenz

Was ist dir bei der Volksabstimmung am 14. Juni 2026 wichtig?

Acht kurze Fragen zu deinem Alltag, deinen Werten und Sorgen — keine Fakten-Prüfung. Du kannst jede Antwort und jede Frage auf Wunsch ausklappen lassen («Was bedeutet das konkret?»). Am Ende siehst du, in welche Richtung deine Antworten ziehen — Ja, Nein oder unklar. Du musst nichts wissen, das du nicht schon weisst.

Worüber wir abstimmen

Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»: Die ständige Wohnbevölkerung soll bis 2050 unter 10 Millionen bleiben. Ab 9,5 Millionen müsste der Bund Massnahmen ergreifen, primär bei der Zuwanderung.

Was die App nicht macht

Keine Empfehlung. Keine «objektive» Wahrheit. Sie strukturiert nur deine eigene Sicht und macht im zweiten Schritt sichtbar, wie stark dein Resultat von den zugrunde liegenden Annahmen abhängt.

Schritt 2 — Vergleich

Wie robust ist deine Tendenz?

Hier siehst du dein Set A (deine Antworten aus Schritt 1) neben einem zweiten Annahmenset (Set B). Wenn beide zur gleichen Tendenz führen, ist deine Entscheidung robust. Laufen sie auseinander, hängt viel an den Prämissen — dann lohnt es sich, die Quellen genauer anzuschauen.

Set A

Deine eigenen Antworten aus dem Wizard.

Set B

Ein Vergleichsprofil mit anderen Prämissen — du kannst es wechseln.

Ziel

Erkennen, ob deine Tendenz auch unter anderen plausiblen Annahmen Bestand hat.

Frage 1 von 8

1. Profile wählen

Set A enthält deine Antworten aus dem Wizard (oder ein Profil als Startpunkt). Set B dient als Vergleichsbrille. Du kannst beide jederzeit anpassen.

2. Set A bearbeiten

Pro Kriterium: Deine Antwort und wie wichtig dir das Thema ist. Die Skala ist dieselbe wie im Wizard, aber alle Fragen auf einen Blick.

3. Vergleich der Annahmensets

Differenzen zwischen Set A und Set B pro Kriterium. Grosse Differenzen sind die Stellen, an denen deine Entscheidung am stärksten von Annahmen abhängt.

Faktenrahmen und Quellen

Was die Initiative verlangt

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz soll bis 2050 unter 10 Millionen bleiben. Bereits ab 9,5 Millionen müsste der Bund Gegenmassnahmen ergreifen — primär bei der Zuwanderung. Initiativtext (Bundeskanzlei) · Bundesrat zur Vorlage

Politische Landschaft

Getragen wird die Initiative vom Komitee «Keine 10-Millionen-Schweiz» und der SVP. Bundesrat, Parlamentsmehrheit, Wirtschaftsverbände (u. a. economiesuisse) und Gewerkschaften (u. a. Unia) empfehlen ein Nein. Komitee · Bundesrats-Begründung

SRF-Faktencheck — 6 zentrale Argumente

Pro-Seite: «Fünf von zehn Eingewanderten arbeiten nicht» (teilweise zutreffend), «nach der Initiative noch rund 40'000 Zuwanderer pro Jahr» (im Prinzip richtig, aber irreführend), «die meisten schweren Gewalttaten gehen auf Ausländer zurück» (zutreffend, mit Einschränkungen). Kontra-Seite: «AHV: Zugewanderte zahlen ein Drittel der Beiträge, beziehen nur ein Fünftel» (korrekt), «Junge zahlen jährlich rund 1,5 Mrd. Franken zu viel Krankenkasse» (mechanisch belegt), «20'000 mehr verlassen den Arbeitsmarkt als eintreten» (sachlich zutreffend). SRF Faktencheck

Was umstritten bleibt

Die Mechanik der Initiative ist klar — die Folgen für Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Sozialwerke, EU-Beziehungen und Versorgung sind es nicht. Beide Lager argumentieren plausibel innerhalb eigener Annahmen. Genau deshalb arbeitet diese App mit deinen Werten und macht im Vergleichsmodus die Annahmen sichtbar. easyvote · swissinfo Schlagabtausch